Digitalisierung & Einsatz von künstlicher Intelligenz – Chance oder Nachteil am Arbeitsmarkt?

Lt. einer Arbeitsmarktstudie vom Personaldienstleister Robert Half steht das Jahr 2019 im Zeichen der Spezialisierung und Flexibilisierung. Die Digitalisierung wird die Anforderungen an die Mitarbeitenden verändern und es entstehen neue Berufsprofile. Wachsende Möglichkeiten für das mobile Arbeiten sorgen für ein höheres Mass an Flexibilität.  Diese Veränderungen stellen Mitarbeitende und auch Unternehmen vor neue Herausforderungen.

Leben ist Veränderung

Mitarbeitende reagieren auf Veränderungen häufig mit Angst. Die Medien forcieren das Thema Jobverlust durch die Digitalisierung. Leider wird viel zu wenig über die neuen und veränderten Jobchancen gesprochen. Der demografische Wandel führt dazu, dass in den kommenden Jahren mehr Menschen in Rente gehen als junge in den Arbeitsmarkt eintreten. Allein dadurch entsteht ein Fachkräftemängel in allen Bereichen. Nutzen Sie die Gespräche mit Ihrer Führungskraft, um über neue Jobs und Profile im eigenen Unternehmen zu sprechen. Sie erkennen individuelle Weiterentwicklungschancen und haben die Möglichkeit sich neue oder zusätzlichen Qualifikationen, in Abstimmung mit Ihrem Arbeitgeber, anzueignen. Arbeitgeber schätzen das Engagement Ihrer Mitarbeitenden, auch wenn dies vielleicht noch nicht in allen Unternehmen gelebte Praxis ist.

Unzufrieden im Job?

Die Zahl der Mitarbeitenden, die in ihrem Job unzufrieden sind, steigt leider kontinuierlich. Der Zeit- und Erfolgsdruck, Stress, das Führungsverhalten, der Kostendruck sowie die immer schwierigere Wettbewerbssituation am Markt hat dazu geführt, dass die Anforderungen an jeden Mitarbeiter ständig wachsen. Wir können sehr gut mit den wachsenden Anforderungen umgehen. Dafür benötigen wir Rahmenbedingungen, in denen wir uns einbringen können und unser Engagement gewollt ist. So arbeiten wir mit ganzem Einsatz und einer grossen Motivation. Aber wie sieht die Praxis aus? Warum werden die Ideen und das Engagement der Mitarbeitenden solange abgewürgt, bis jeder Dienst nach Vorschrift macht. Der wirtschaftliche Schaden ist immens. Dass es anders geht zeigen viel positive Beispiele.

Werden Sie aktiv!

Sprechen Sie Ihren Vorgesetzten auf die Themen an, die Sie stören oder gar belasten. Bereiten Sie sich gut auf das Gespräch vor. Hüten Sie sich vor Vorwürfen, denn niemand wird gern kritisiert. Schildern Sie, wie Sie die Situation erleben und unterbreiten auch Vorschläge, wie sich die Zusammenarbeit aus Ihrer Sicht optimieren lässt. Wie in jeder Beziehung können Probleme nur dann gelöst werden, wenn man darüber spricht. Erst wenn Sie erkennen, dass sich auf Dauer an der jetzigen Situation nichts ändern wird empfehle ich Ihnen eine Entscheidung für das weitere Vorgehen zu treffen. Dauerhaft in einer belasteten Arbeitssituation zu schaffen macht krank. Übersetzen Sie Ihre Vorwürfe in Gefühle und Bedürfnisse und legen Ihr Ziel für das Gespräch fest. Eine gute Vorbereitung ist immer die beste Basis für den Erfolg.

Nun wünsche ich Ihnen viel Erfolg für Ihr Gespräch und Ihre weiteren beruflichen Schritte. Gern erarbeite ich mit Ihnen gemeinsam eine Strategie für Ihre berufliche Perspektive.

Ihre
Gabriele Trachsel
Karriere- und Recruitmentexpertin
www.karriereexpertin.ch